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Mehr für weniger? Großbritannien debattiert über Managergehälter

8. Juni 2011, Comments (1)

Foto: Images of Money Lizenz: Creative Commons BY SA 2.0. Original: flickr.com.

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Großbritannien debattiert über die Gehälter von Top-Managern – nicht zuletzt seit eine unabhängige „High Pay Commission“ im Mai einen Bericht vorgelegt hat, der zeigt, dass britische Topverdiener im letzten Jahr eine Steigerung ihrer Bezüge von über 50% verzeichneten, während die Realeinkommen für die übrige Bevölkerung erstmals in 30 Jahren rückläufig waren. Die Einkommen der Top-Manager und Banker lägen derzeit beim 145-fachen des britischen Durchschnittseinkommens. Und wenn der Trend anhalte, so prognostizieren die Mitglieder der Kommission, werden die oberen 0,1% der Einkommensverteilung im Jahr 2025 rund 10% des Gesamteinkommens erzielen.
Ist das überhaupt ein Problem? Die Kommission sieht die Gefahr dieser Entwicklung vor allem darin, dass sie die fundamentalen Gerechtigkeitsvorstellungen in der Gesellschaft verletzt. Und tatsächlich lassen sich die hohen Gehälter über individuelle Leistung nicht mehr erklären – obwohl die Öffentlichkeit der Ansicht ist, dass dies so sein sollte: „Pay is about just rewards“, heißt es im Bericht. Eine Ursache deutet die Kommission an: In vielen Bereichen richten sich die Boni der Top-Manager heute nach der Performance der Unternehmen. Hier geht es also um wirtschaftlichen Erfolg. Er hat individuelle Leistung als Maßstab abgelöst.

„Attempts to link pay to performance are a primary cause for the dramatic growth in top pay particularly for executives.“

Als weitere Ursache führt die Kommission die fortschreitende Individualisierung der Gesellschaft an, in der Individualität und Egoismen eine wachsende Rolle spielten.

Foto: Images of Money,  Lizenz: Creative Commons BY SA 2.0. Original: flickr.com.

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„Durch eigene Anstrengungen in der Gesellschaft voran kommen, ohne durch ethnische, räumliche oder soziale Herkunft gehindert zu werden: Kann es trotz der vielen Blockaden, die heute in der Bildung und bei der Integration Zugewanderter der sozialen Mobilität im Wege stehen, einen solchen „deutschen Traum“ geben? Dieses Blog diskutiert, ob das Ideal einer aufstiegsoffenen Gesellschaft für emanzipatorische Politik taugt."

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