Einwanderung « Was ist der deutsche Traum?

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Die Toronto-Roadshow macht Halt in Berlin: Gute Ideen aus Kanada

30. November 2011, Comments (0)

Urbane Ballungsräume sind oft geprägt von multikultureller Vielfalt. Dieser Vielfalt gerecht zu werden und jedem Einzelnen eine Chance auf Selbstverwirklichung zu bieten, ist eine soziale, ökonomische und politische Herausforderung für alle Metropolen dieser Welt.

 Viele Städte stellen sich dieser Herausforderung und haben innovative Ansätze der  Inklusion entwickelt – oft unabhängig von der nationalen Politik ihres Landes. Unter    dem Titel „Toronto Roadshow – Good Ideas from Canada“ sollen Berlin und Toronto    miteinander ins Gespräch kommen, um sich über die städtische Politik des  Multikulturalismus und der Inklusion sowie deren praktische Umsetzung auszutauschen  und so von den Erfahrungen der jeweils anderen Metropole zu lernen. Dabei werden  ausgewählte Vertreter/innen verschiedener Politik- und Gesellschaftsbereiche (Politik,    Verwaltung, Arbeit & Wirtschaft, Bildung, Medien & Kultur, Polizei) von ihrer Arbeit vor  Ort berichten und erfolgreiche Projekte vorstellen.

Die Roadshow-Delegation besucht  in Deutschland außerdem Köln, Stuttgart und  Hamburg.

Heute sind u.a. dabei:

  •  Peter M. Boehm (Botschafter von Kanada in Deutschland)
  •  Elizabeth McIsaac (Executive Director, The Toronto Region Immigrant Employment Council)
  • Donna Quan (Deputy Director, Education, Toronto District School Board)
  • Matt Galloway (Host, Metro Morning Show, Canadian Broadcasting Corporation)
  • Peter Sloly (Deputy Police Chief, Toronto Police Service)
  • Marlene Kölling (Stellv. Leiterin der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung, LADS)
  • Ute Novakovic (Stellv. Leiterin des Büros für Integration und Migration der Berliner Polizei)
  • Brigitta Gabrin (Chefredakteurin, Radio Multicult 2.0)
Die Veranstaltung findet in der Heinrich-Böll-Stiftung in der Schumannstr. 8, 10117 Berlin statt, ein Livestream ist eingerichtet.

Das Traumgesetz

26. November 2010, Comments (2)

Was in Deutschland nur schwer vorstellbar ist, in den USA ist es möglich: es wird über ein „Traumgesetz“ diskutiert. Einen „DREAM Act“ versucht Präsident Obama durch das Gesetzgebungsverfahren zu bekommen – mit ungewissem Ausgang.

Der Gesetzesentwurf zielt auf eine teilweise Legalisierung junger Zuwanderer unter 35 Jahren. Wer bereits fünf Jahre oder mehr in den USA lebt, vor dem 16. Geburtstag in die USA eingereist ist und über eine Hochschulberechtigung verfügt, soll eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen und damit die Möglichkeit erhalten, zu studieren. Langfristig winkt gar die Einbürgerung.

Bereits seit fast zehn Jahren wird über den DREAM Act (Dream steht wenig träumerisch für „Development, Relief and Education for Alien Minors Act“) diskutiert, er scheiterte bislang immer wieder im Gesetzgebungsverfahren. Die Gegner kritisieren, dass das Gesetz illegale Zuwanderung belohnen würde. Die Verfechter des Gesetzesvorhabens, zu denen Präsident Obama gehört, weisen darauf hin, dass die Personengruppe, um die es geht, in jungem Alter mit den Eltern eingereist ist und daher kaum bestraft gehöre. Nicht zuletzt würden den USA viele Talente verloren gehen, wenn man diesen jungen Menschen eine Bildungskarriere verweigert.

Auf der Website der Befürworter heißt es

„Over three million students graduate from U.S. high schools every year. Most get the opportunity to test their dreams and live their American story. However, a group of approximately 65,000 youth do not get this opportunity; they are smeared with an inherited title, an illegal immigrant. These youth have lived in the United States for most of their lives and want nothing more than to be recognized for what they are, Americans.“

Foto: Klaus Friese (cc-by-nc-sa 2.0)

Über dieses Blog

„Durch eigene Anstrengungen in der Gesellschaft voran kommen, ohne durch ethnische, räumliche oder soziale Herkunft gehindert zu werden: Kann es trotz der vielen Blockaden, die heute in der Bildung und bei der Integration Zugewanderter der sozialen Mobilität im Wege stehen, einen solchen „deutschen Traum“ geben? Dieses Blog diskutiert, ob das Ideal einer aufstiegsoffenen Gesellschaft für emanzipatorische Politik taugt."

Studie „Einwanderinnen und Einwanderer in den Räten deutscher Großstädte“

Studie „Kaum Bewegung, viel Ungleichheit“

Die Studie von Reinhard Pollak (WZB) zeigt, in Deutschland schaffen es weniger als 1% aus einem Elternhaus, in dem der Vater ungelernter Arbeiter ist, selbst in eine leitende Angestelltenposition zu gelangen.
Dagegen werden zwei Drittel der Kinder aus einer leitenden Angestelltenfamilie selbst leitende Angestellte.
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Böll.Thema

Die Ausgabe "Sozialer Aufstieg - Strategien gegen die blockierte Gesellschaft" von Boell.thema liefert Analysen, Reportagen und Überlegungen rund um Fragen sozialer Mobilität und das Leitbild der aufstiegsoffenen Gesellschaft.
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